[Blogtour] SM und Seelenschmerz



Hallo meine lieben Bücherwürmer, 


heute bin ich an der Reihe meinen Beitrag zur Blogtour „Tanzen heisst Hingabe“ von Jana Feuerbach zu leisten. Es war ein nicht ganz so einfaches Thema aber ich hoffe dennoch das ich euch einen kleinen Einblick in das Thema geben kann. Viel Spaß beim lesen. 


Zu wenig Liebe in der Kindheit, keine Zuneigung der Eltern, keine Wärme von anderen 
Menschen und Fürsorge die man nie erhalten hat. Da können alles Gründe dafür sein mit SM anzufangen bzw. sich davon angezogen zu fühlen. 

Hierbei geht es mehr darum die eigenen Ängste zu verringern und weder Schuldgefühle noch Zurückweisung zu erleben. Das hat meist was mit der eigenen Kindheit zu tun. Man wird von den Eltern nicht geliebt während andere Kinder von ihren Eltern so verhätschelt werden und so geliebt werden, dass man sein Selbstwertgefühl einfach verliert. Das innere zerbröckelt einfach immer mehr, während die Fassade immer mehr stand halten muss. 

Keine Wärme und Liebe von den eigenen Eltern zu bekommen ist für ein Kind das schlimmste. Es entwickelt dadurch immer mehr Ängste von anderen Menschen auch keine Liebe zu bekommen, dass man lieber auf Abstand geht. Einfach aus Angst zurück gewiesen zu werden. Man fühlt sich im Inneren so leer, dass irgendwann der Moment da ist wo man sich überlegt wie man genau diese Leere füllt. 


Der dominante Partner vernichtet seine Angst indem er von dem Partner völlige Unterwerfung fordert. Er kann seinen erotischen Impulsen freien Lauf lassen wenn sich der devote Partner verpflichtet ihn bedingungslos zu lieben und den devoten Partner so zu demütigen, dass die Möglichkeit ihn zu kränken gering wird. Das ist seine Möglichkeit keine Zurückweisung zu erhalten. 


Für den devoten Partner sind die gleichen Ängste vorhanden. Allerdings ist die Gefahr zurück gewiesen zu werden oder Ablehnung zu erhalten geringer, wenn man alles Mögliche gibt um den dominanten Partner zu befriedigen. Man verleugnet seine eigene Willensfreiheit und das verringert das der Partner sich abwendet.


Somit erlebt der dominante Partner die Macht die er sich erhofft und der devote Partner erlebt die Lust, weil er sich durch die Verleugnung des Ego von der Pflicht befreit, für dessen Position in den Kampf zu ziehen.


Nun da die größten Ängste beider Akteure geklärt sind, möchte ich näher darauf eingehen was im Inneren beider vor sich geht und was der Seelenschmerz damit zu tun hat. 


Es ist deutlich erkennbar, dass beide Partner sich vor etwas fürchten und sich davor verstecken wollen. Wie bereits erwähnt bröckelt das Innere immer mehr ein und die Fassade muss stand halten. Beim dominanten Partner ist mehr die Macht im Vordergrund, die er zu ausüben versucht. Hierbei spielen Kindheitserfahrungen eine große Rolle. Von anderen gemobbt, gedemütigt oder in den Dreck gezogen. 

Sie entwickeln das Gefühl sich das nie wieder gefallen zu lassen und es entsteht ein Ego das Macht ausüben will. Man möchte andere so demütigen wie man selbst gedemütigt wurde. Es hängst aber auch damit zusammen wie die Eltern mit einem umgegangen sind. Wie bei den Ängsten bereits geklärt ist Ablehnung und Zurückweisung das was man vermeiden will. Also macht der Dom seine Sub von sich abhängig. Es ist das Innere was hierbei angekratzt wird und in sich zusammenfällt. Der Dom versucht genau das mit deiner Macht wieder aufzubauen. 


Bei der Sub spielt auch der Selbsthass eine große Rolle. Man muss in seiner Kindheit nicht immer dafür verantwortlich gewesen sein aber wenn man den Aspekt mal nimmt keine Liebe von seinen Eltern zu bekommen, fragt man sich natürlich warum. Somit kann Selbsthass entstehen und man geht immer so weiter vor. Anders als der Dom hat die Sub nicht die Kraft andere so zu demütigen sondern macht sich eher selber Vorwürfe. Von anderen gemobbt zu werden ist für die Sub etwas, dass an ihrem Selbstwertgefühl arg kratzt. Es werden immer Fragen aufkommen wie „Warum bin ich für andere nur so schlimm?“, „Warum mag mich keiner?“, „Wieso lieben mich meine Eltern nicht?“ oder „Bin ich ein schlechter Mensch?“.


Bei manchen fängt der Selbsthass im Teenager Alter schon an und beginnt mit der Selbstverletzung. Man bestraft sich für Dinge für die man eigentlich gar nichts kann. Ein so instabiler Mensch fühlt sich so wieder lebendig und am Leben, während man im Inneren total untergeht. Es ist schwer dort wieder herauszukommen und sich anderweitig am Leben zu fühlen. Dazu zu stehen ist für einen Menschen ziemlich schwierig. Aber dieser Hass in einem Menschen macht das alles leider auch nicht besser. Also wie soll man diesen Hass unter Kontrolle bekommen ohne sich selbst zu verletzten. 

Hier kommt der Dom ins Spiel. Er lässt die Sub spüren, dass sie am Leben ist und in gewisser Hinsicht dafür bestraft. So muss die Sub sich nicht mehr selbst bestrafen und besitzt dieses Gefühl von Lust und Leidenschaft. Was man eins so sehr an sich hasst wird hier durch wieder umgewandelt. Es ist nicht so, dass dieser Selbsthass dann nicht mehr existiert aber ein stückweit gebändigt wurde. 

Ich möchte euch aber nicht nur die Schattenseiten darlegen sondern es gibt auch schöne Seiten, die man nicht unberücksichtigt lassen sollte. Viele Menschen leben das auch einfach aus weil die unausgesprochenen Fantasyn sie begeistert und hingezogen haben. Es ist diese Erotische Spannung die in der Luft liegt und die Menschen davon begeistern. Es ist ein schönes Gefühl seine Leidenschaft mit dem anderen auszuleben. Es gibt so viele Dimensionen in denen sich SM bewegen kann aber alles zu schildern wäre einfach zu viel auf einmal. Dieser Beitrag dient ja nur dazu euch einen kleinen Einblick in die ganze Sache zu geben. 


Ich durfte Jennifer und Killian ein paar Fragen stellen was euch noch einmal darin bestätigt was ich euch gerade beschrieben habe. Ich werde euch nicht alle zeigen, da es sonst den Rahmen sprengen würde.


Fragen an Jennifer

Beschreibe das schönste Erlebnis aus deiner Kindheit!



„Meine Mutter war oft ziemlich kühl und zurückhaltend. Ich hatte oft das Gefühl, dass sie durch mich hindurchblickt und ich eigentlich gar nicht richtig da bin. Als ich dreizehn war, hat sie mir mehr oder weniger durch Zufall erzählt, dass es vor meiner Geburt noch ein anderes Baby vor mir gegeben hatte, das mit 9 Wochen gestorben ist … Vermutlich hat sie immer, wenn sie mich gesehen hat, an die erste Tochter gedacht. Meine Schwester. Wenn sie gelebt hätte, würde es mich wahrscheinlich gar nicht geben, denn sie hat immer gesagt, dass sie nur zwei Kinder gewollt hat. Einen Jungen und ein Mädchen.

Du hast mich nach meinem schönsten Kindheitserlebnis gefragt. Das war, wenn ich im Wohnzimmer getanzt habe, zu den klassischen Musikkassetten von meiner Mutter. Einmal ist sie reingekommen, hat mich angelächelt und mir direkt in die Augen gesehen. Dann hat sie mich auf den Arm genommen und mit mir zusammen getanzt. Ich glaube, das war einer der wenigen Momente, an denen ich das Gefühl hatte, dass sie mich wirklich ansieht und liebhat. Das habe ich nie vergessen.“



Welches Verhältnis hattest du zu deinen Eltern und wie hat es sich entwickelt?



„Puh, darüber mag ich gar nicht gern reden … Es war immer irgendwie leer und kühl. Ich habe mir immer gewünscht, dass sie mich sehen, beachten, habe versucht, sie zu schockieren oder glücklich zu machen, aber …



Nein, ich glaube, ich mag darüber nicht reden. Es ist Vergangenheit. Hin und wieder besuche ich sie noch oder telefoniere mit meiner Mutter, aber mein eigentliches Leben, meine eigentliche Familie, sind meine Freunde. Sie akzeptieren mich so, wie ich bin, auch wenn ich das immer noch nicht ganz glauben kann. Inzwischen gehöre ich zu ihnen. Das ist mehr Familie als ich als Kind jemals hatte.“


Frage an Killian 



Wie fühlt es sich für dich an, Macht an einer Frau auszuüben, ohne mit ihr zu schlafen?


Wenn ich darüber nachdenke, kommt es mir immer noch komisch vor. Ich wurde dazu erzogen, Menschen respektvoll zu behandeln, nett zu sein, ihre Grenzen zu respektieren und Menschen zu verachten, die zu körperlicher Gewalt greifen. Frauenschläger … In meiner Vorstellung waren das immer ganz miese Typen, die zu feige waren, sich an einen Gegner zu wagen, der ihnen ebenbürtig ist. So jemand wollte ich nie sein. Im Berufsleben mag ich Herausforderungen und Kämpfe, aber da habe ich es mit Ebenbürtigen zu tun.



Wenn man dann entdeckt, dass man neben den ganzen hehren Idealen auch eine andere Seite in sich trägt … Das ist erst mal ein ziemlicher Schock. Bondage- und Machtfantasien in sexuellen Kontexten hatte ich schon immer, glaube ich. Als Kind habe ich beim Räuber und Gendarm auch gern gefesselt und die Gefangenen in das ‚Gefängnis‘ transportiert. Das hatte natürlich noch nichts Sexuelles, ich war ja noch ein Kind! Aber gefallen hat es mir damals schon.



Ich habe von klein auf gelernt, Frauen mit Respekt zu behandeln. Irgendwann habe ich eine Frau kennengelernt, die Masochistin war. Nicht Jennifer, das ist schon ein paar Jahre her. Bei ihr habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass meine Fantasien nicht automatisch böse sind. Wenn ich jemanden finde, der mitspielt, kann es einfach ein schöner Weg sein, zwei Menschen Freude zu bereiten.

 Wenn ich etwas aus diesem Buch gelernt habe dann, dass man seine Leidenschaft immer ausleben sollte, egal welche das ist. Hin und wieder zwingt uns das Leben in die Knie aber wir entscheiden ob wir wieder aufstehen oder liegen bleiben. Das soll es heute von mir gewesen sein aber denkt dran morgen geht die Blogtour weiter.

Zitat aus Tanzen heisst Hingabe
"Natürlich tat es weh, dass sie wieder allein war, nachdem sie sich ihm länger als vier Stunden unglaublich nah gefühlt hatte. Das war der Preis, den sie für ihr Glück zahlen musste. Andere hatten nicht mal das."
GEWINNSPIEL


Auch heute könnt ihr wieder ein tolles Paket gewinnen was die Autorin Jana Feuerbach zur Verfügung stellt.   Darin ist enthalten ein Poster, Lesezeichen und einem E-Stick mit ihrem Erstlingswerk "Want to be a Dominant Girl".

Was ihr dafür tun müsst? Ihr müsst nur unter diesem Beitrag kommentieren und mir sagen, was eure Leidenschaft im Leben ist und wann ihr begonnen habt sie auszuleben. Alternativ dürft ihr mir auch eine Email senden. Diese dann bitte an: buecherwurmsbuecherblog@gmail.com (Das aber bitte nur, wenn ihr aus welchen Gründen auch immer nicht kommentieren könnt.) 
Einsendeschluss hierfür ist der 18.03.2015 um 20:00 Uhr. 

Zudem gibt es einen Hauptpreis, bestehend aus einem Poster, Lesezeichen und einer Print Ausgabe von  „Tanzen heißt Hingabe“ und „Want tob e a Dominant Girl“. Dafür müsst ihr die quietschgrün markierten Wörter in den einzelnen Beiträgen sammeln und am Ende der Blogtour an folgende Emailadresse senden: verlosung.jana.feuerbach@freenet.de  
Einsendeschluss hierfür ist der 23.03.2015 um 20:00 Uhr.  

Ich freu mich auf eure Antworten und Viel Glück!


Teilnahmebedingungen: 
 1.) Es darf jeder teilnehmen der das 18. Lebensjahr vollendet hat, oder aber bei Minderjährigen die Einverständniserklärung der Eltern besitzt.  
2.) Euer Wohnsitz sollte auf Grund der Versandkosten in Deutschland sein! 
3.) Der Gewinner wird innerhalb einer Woche nach Auslosung von der Autorin per eMail kontaktiert  
4.) Mit der Auslosung werden alle eingesendete Daten kommentarlos gelöscht! Keine Weitergabe an Dritte.  
5.) Für verloren gegangene Postsendungen kann leider keine Ersatz geleistet werden! 6.) Der Gewinn kann nicht ausbezahlt werden  
7.) Die Weitergabe des gewonnen eBooks ist nicht gestattet  
8.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Kommentare

  1. Meine Leidenschaft in meinem Leben ist lesen. Ich liebe es Bücher in der Hand zu halten, diesen duft neuer Bücher einzuatmen und das umblättern der Seiten. Ich sehe Lesen nicht als Zeitverschwendung an, wie so viele. Lesen ist für mich eine Reise und noch dazu völlig kostenfrei und immer zu dem Ort an den ich gerade möchte. :) Lesen ist was tolles und meine Leidenschaft.Meine Mail Adresse ist: franziska.mayer9590@gmail.com

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  2. Hallo,

    meine große Leidenschaft sind Bücher. Und das schon seit meiner Kindheit. Es fing damit an, dass meine Eltern mir immer regelmäßig vorgelesen haben und ich es kaum erwarten konnte selber lesen zu lernen :)

    LG
    SaBine
    (kupfer-sabine@t-online.de)

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  3. Huhu!
    Ganz toller Beitrag! Man merkt, dass du dich sehr ausführlich informiert hast! Echt super!
    Lg, von Rachel (www.chellushsbookworld.blogspot.de)

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